Immobilienmarkt Österreich: trotz Corona kein Abbruch

27.11.2020, 13:01
COVID-19 hat das Leben in vielen Bereichen anhalten lassen – nahezu auf der ganzen Welt.

COVID-19 hat das Leben in vielen Bereichen anhalten lassen – nahezu auf der ganzen Welt. Bis heute ist kaum abzusehen, welche wirtschaftliche Konsequenzen ganzheitlich der Virus und die damit verbundenen Maßnahmen haben werden. Eines zeigt sich jedoch schon jetzt: Der österreichische Immobilienmarkt und der lokale Markt in Oberösterreich haben bisher nicht darunter gelitten. In Teilen gab es sogar Preisanstiege.

Immobilien in Österreich: der Wunsch nach Sicherheit

Immobilienexperten verzeichnen im Allgemeinen einen Preisanstieg auf dem österreichischen Immobilienmarkt. Das verwundert auf den ersten Blick, da die Rezession historisch ist und die Einkommensunsicherheit trotz der Coronakrise immens sind. Experten glauben, dass gerade deswegen bei den Österreichern ein großes Sicherheitsbedürfnis aufkommt. Es sei ein bedeutendes Kaufmotiv, denn Immobilien versprechen Sicherheit und Stabilität. Die Zeit vor Corona stand eher die empfundene Alternativlosigkeit wegen des Niedrigzinsumfeldes oder gar Negativzinsumfeld im Fokus. Neben dem Sicherheitsbedürfnis dürfte die Vermutung, dass das Zinsniveau noch einige Zeit niedrig bleibt, ein Preistreiber sein. 

COVID-19: hohe Nachfrage nach Wohnimmobilien

Bisher ist die Nachfrage nach Wohnimmobilien in Österreich ungebrochen hoch. Experten haben sogar eine deutliche Zunahme von 30 % in den Monaten Jänner bis Juni im Vergleich zum Vorjahr wahrgenommen. Preisliche Einbrüche signifikanten Umfangs gab es nicht. Darüber hinaus gibt es lokale Hotspots, in denen steigende Preise für Wohnimmobilien zu erwarten sind. Das Potenzial ist dort noch längst nicht ausgereizt. 

Blick auf den Immobilienmarkt in Oberösterreich während COVID-19

In Oberösterreich hat sich bezüglich der Verkaufssumme im Vergleich zu Vorjahr nahezu nicht verändert. Der typische Verkaufspreis für ein Einfamilienhaus lag im ersten Halbjahr 2020 bei knapp 276.000 Euro. Im Vorjahr lag er im gleichen Zeitraum bei 252.135 Euro. Das ist somit ein Preisauftrieb von 9,4 %. Wie sich die Verkaufsmenge darstellt, ist regional betrachtet sehr unterschiedlich. So verzeichnet Linz weiterhin hohe Preise für Einfamilienhäuser, die rasch über 500.000 Euro liegen können. Wahre Gewinner bezüglich des Preisanstiegs sind Ried und Grieskirchen, obgleich die dortigen Preise auf einem niedrigeren Niveau sind als die Verkaufspreise in Linz. Letztlich bleibt auch inmitten der Coronakrise die Regel bestehen, dass Immobilienmärkte lokale Märkte sind.

Ein Blick in die Glaskugel: zukünftiger Immobilienmarkt Österreich 

Fraglich ist, wie sich der österreichische Markt für Wohnimmobilien in Zukunft entwickeln wird. Was passiert, wenn die tiefgreifende Wirtschaftskrise ihr wahres Ausmaß zeigt? Ist dann eine Trendumkehr von den steigenden Preisen zu verzeichnen? Das bleibt abzuwarten. Mittelfristig können kaum verlässliche Prognosen getroffen werden. Es kann sein, dass es zu einer weiteren Verknappung auf dem Immobilienmarkt kommt – insbesondere in den urbanen Räumen. Potenzielle Verkäufer könnten einem Haus- und Wohnungsverkauf kritischer gegenüberstehen als vor der COVID-Krise. Immerhin gelten Immobilien vor allem in der Krise als harte und verlässliche Währung.

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